Palmensamen die zweite!

Weiter geht´s mit den Palmensamen. Die Samen habe ich jetzt 48h in 0,03% H2O2 eingeweicht. Sie haben sich schön vollgesaugt und sind auch fast alle zu Boden gesunken. Warum 48h? Ganz einfach: Ich konnte erst heute Abend meine nagelneue 30W Heizmatte abholen und wollte solange warten. “Wenn schon, denn schon.” Dachte ich mir. Weiter geht´s mit meinem Palmensamen Special.

Kommen wir nun zur Versuchsanordnung.

Oben in der Mitte seht ihr eine große Salatschüssel mit destiliertem Wasser und einem Kokohum Block. Das Wasser habe ich auf ca. 30° erhitzt, damit der Aufquellvorgang des Kokohums nicht allzu lange dauert. Rechts davon sind die bekannten Samengläser mit der 0,03% H2O2 Lösung und jeweils 5 Samen von 10 verschiedenen Palmen. Unten links und rechts seht ihr Einweg-Handschuhe. Ich hatte bereits geschrieben, dass die Samen sehr sehr schnell schimmeln können, von daher erschien mit die Verwendung dieser Handschuhe nicht als Übertreibung. In der Mitte unten liegt ein ZIPPER Gefrierbeutel. Einfach in der Handhabung, schön dicht – aber leider auch etwas teurer.

Frisches Perlite (Isoself) von Knauff. Bekommt ihr in jedem guten Baumarkt.

Der frische Kokohumblock im destilierten Wasser.

Die 10 Gläser mit den Palmensamen. Zur Erinnerung hier nochmals die Liste der Palmensorten:

  1. Licula Ramsayi
  2. Sabal Palmetto
  3. Geonoma Interrupta
  4. Wallichia Densiflora
  5. Roystonea Borinquena
  6. Crytostachys Renda (C. Lakka)
  7. Oncosperma Tigillarium
  8. Veitchia Merrillii
  9. unbekannte Sorte
  10. unbekannte Sorte

Das Kokohum nach ca. 15 Minuten und viel Rumspielerei. Natürlich mit Handschuhen. Wir wollen ja die Hygienekette nicht durchbrechen.

Das Kokohum nach noch mehr Spielerei.

Apropos Spielerei, da war doch was. Der Fernseher lief parallel.

Meanwhile: Kokohum vermischt mit Perlite.

Sabal Pimetto Samen
Mir derzeit leider noch unbekannte Samen. Riesengroß. Hatte leider bisher noch keine Zeit genauer zu forschen, um welche Palmenart es sich hier handelt.

Ich bin ja von Natur aus neugierig, also habe ich mich dazu entschieden, einige Samen nicht nur in Keimbeutel, sondern auch in diese praktischen Behälter zu legen. Dabei handelt es sich übrigens um Döschen für Toilettenpapier der Marke mit dem Bären. Die gab es mal vor Jahren im Supermarkt (mit Inhalt) als Sonderangebot. Selbstverständlich wurden sie nochmals desinfiziert, nachdem sie aus der Spühlmaschiene kamen!

Toilettenpapierdose mit Substrat. 50% Kokohum, 50% Perlite.

“Künstliche Befruchtung” war mein erster Gedanke, als ich dieses Bild machte.

Die Dosen sind leider nicht ganz dicht, weswegen ich mich dann doch noch dazu entschied, sie in einen ZIPPER Beutel zu packen. Im Grunde denke ich, dass das übertrieben ist – aber wir werden sehen!

Wie gesagt, einige Samen wanderten dann doch schlussendlich in einem amtlichen Keimbeutel. Das Substrat habe ich vorher mit den Händen solange gepresst, bis kein Wasser mehr runtergetropft ist. Die Keimbeutel sollen feucht sein, nicht naß.

So sieht jetzt das Endergebnis meiner Mühen aus. Deutschland hat 1:0 gewonnen und 10 Palmensamensorten haben ihr vorläufiges Zuhause in meiner Waschküche gefunden. Die Heizmatte erhitzt die Beutel und Dosen auf konstante 34°C.
Diese und weitere Bilder findet ihr in meinem Palmen Webalbum.

Die Beutel werden jetzt erstmal täglich kontrolliert. Vielleicht regt sich ja schon etwas. Falls das der Fall sein sollte, werde ich euch natürlich ASAP darüber in Kenntnis setzen. Ich hoffe, ich habe euch mit der Bilder-Geschichte nicht zuviel Zeit gestohlen und verbleibe mit den allerbesten Grüßen aus dem sonnigen Rheinland.

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